Dom – Fassade
Die Fassade des Arlesheimer Domes ist nicht in einem Guss entstanden, sondern ist das Ergebnis von drei Hauptbauphasen.
Die Grundstruktur stammt vom ursprünglichen Dombau, und entsprechend ist über den beiden Säulen, die das rundbogige Portal flankieren, die Jahrzahl 1681 angebracht, das Jahr der Domweihe. Über dem Portal und dem durch einen komplexen Giebel umschlossenen Rundfenster befindet sich ein Gebälk, das die Fassade horizontal gliedert. Darüber und in der Achse des Portals befindet sich eine Nische mit einer Marienstatue. Sie wird von hohen Fenstern flankiert, die das Mittelschiff aufhellen. Der Bereich der Türme ist durch Pilaster abgetrennt. Die Türme und zwischen ihnen der Giebelbereich wird horizontal durch ein weiteres Gebälk abgetrennt.
Die Türme des Domes von 1681 hatten einfache Zwiebeltürme. Diese ursprünglichen, gedrungenen Proportionen wurden gelängt, indem auf die Kuppeln der Türme 1723 zusätzliche schlanke, hohe Türmchen wiederum mit von Kreuzen überhöhten Zwiebelkuppeln gesetzt wurden.
Das heutige Erscheinungsbild wurde beim Umbau von 1759–1761 geschaffen, indem vor allem die Fenstereinfassungen, der Bereich der Mariennische und das Giebelfeld mit üppiger Rokokoornamentik geschmückt wurden.
