Hochaltararchitektur

Der Hochaltar mit seinen vier freistehenden Säulen hat die Gestalt einer komplexen, raumhaltigen Architektur. Die Säulen flankieren das Altarbild. Oben im Zentrum wird das Ensemble von einer grossen Krone überfangen. Über dem Altartisch mit seinen geschwungenen Formen erhebt sich der Tabernakel, flankiert von den zweistufigen Leuchterbänken.

Als es um die Konzeption des Altars ging, wünschten sich die Domherren einen Altar in „römischer Art“. Das bezieht sich nicht nur auf die Formen, sondern auch auf die Materialität. Während nämlich die Kapellenaltäre aus Stuckmarmor bestehen, wurde der Hochaltar mit vielfarbigen Steinsorten gestaltet. Sein Schöpfer Francesco Pozzi konnte zur Materialbeschaffung die über seine Familie im Tessin gepflegten Beziehungen nach Italien nutzen.