Sakristei der Kapläne

Der Chor ist beidseitig von langgestreckten Nebenräumen flankiert. Beide haben ursprünglich als Sakristeien gedient: Jene links des Chores als Sakristei der Kapläne, jene rechts als Sakristei der Domherren. Die Domherrensakristei (nicht öffentlich zugänglich) dient bis heute als Sakristei, während jene der Kapläne als Lagerraum und seit der Einrichtung der Krypta 1956 befindet sich hier der neue Zugang über eine Treppe.

An der Schlusswand ist das 1864 vom prominenten Kirchenmaler Paul Deschwanden geschaffene Hochaltarbild zu sehen. Damit wurde das in Freskotechnik auf die Wand gemalte ursprüngliche Hochaltarbild überdeckt. Das Thema blieb dasselbe, doch wurde die Rolle der Maria gesteigert. Die Putten an der Unterseite des Bildes sind Zitate aus der berühmten ‚Sixtinischen Madonna‘ Raffaels von 1512/1513. Bei der Renovation von 1930 wurde das Bild wieder abgenommen.